SAWAADIE KAA KRUNG THEP

Es ist soweit, die ersten Worte aus der „großen Stadt der Engel“. Krungthep-mahanakhorn-bowornrattanakosinthara-mahintarayutthaya-mahadilokop-noppharatchathani-burirom-udomratchaniwet-sanamahasthan-amonphimanawatanasathit-Vishumkamprasit! Der längste Städtename der Welt. Heute offiziell auf Krung Thep verkürzt. Vielleicht deutet dieser endlose Name schon diese enorme Vielfalt dieser riesigen Metropole an.  Sehenswürdigkeiten, Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants bis zum abwinken, überall Musik und Autos, Taxis, Motorräder und die TukTuks.

Ich bin unfassbar überwältigt von dieser Stadt. Neben all den Tipps und Tricks für den „Umgang“ mit dieser Metropole und der immer aufblühenden Frage ob Bangkok nun ein Paradies oder eine Katastrophe ist, beschäftigt mich viel mehr diese Ambivalenz in dieser Stadt. Heute ist unser dritter Tag in der City und wir haben sehr viel gesehen. Viel Armut. Viel Party. Viel Essen. Viele Menschen. Ein erkenntnisreiches Erlebnis hatte ich vorgestern am Erawan Shrine. Eine kleine „Oase“ soll es darstellen und für Gläubige eine Stelle für Gebete und zur weiteren Untermalung können zum Beispiel Weihrauchstäbchen, wilde Blumengestecke niedergelegt werden. Dieser Ort mitten im Verkehrszentrum wurde in meinen Augen komplett verschändelt und unterliegt dem Massentourismus. Die Menschen die an diesem Shrine für Sauberkeit sorgen sollten, schienen total abgestumpt. Wie eine Maschine lief eine Frau um die Shrine und sammelte jeglichen Müll ein, egal ob die Kerzen oder Weihrauchstäbchen gerade erst angezündet worden waren, das war egal. Der Ansturm von den Menschen war so groß. Die Bedeutung dieser Oase verlor an ihrem Wert. Mittem im Shrine stand ein thailändischer Mann, der sich um die riesigen Blumenanhäufungen kümmerte. Die Augen dieses Mannes stellten die Frage: Um Himmels Willen, ihr lieben Menschen, was tut ihr hier? Ich habe mich unwohl gefühlt und Sarah und ich entschieden uns, unseren ersten Tag mit einem letzten Abstecher in die grüne Lunge der Großstadt zu beenden. Unzählige Thais liefen dizpliniert ihre Runden in diesem Paradies und machten Sport oder Thai Chi. Anspannung und Entspannung sehr nah  beieinander. Jetlag? Kannten wir nicht. Gefühlt sind wir an diesem Tag ganz Berlin und München durchgequert aber der Tag sollte noch nicht zu Ende sein. Mein Freund aus Australien ist an diesem Abend noch angereist und nun sind wir ein wildes dreier Gespann und erobern die Welt. Oder erstmal Thailand! Nach zwei Monaten getrennt haben wir uns sehr gefreut uns wiederzusehen. Und Sarah mit. An dieser Stelle : mit viel Witz, Toleranz und Vertrauen klappt so ein außergewöhnliches Zusammenleben mit drei Leuten hervorragend! Wir haben Spaß und wir Girls können uns auch mal ganz entspannt zurücklehnen und sagen: Mach du mal! Herrlich.

Freitag, 7.10.2016

Wir starteten mitten ins Zentrum von Krung Thep. Mit der Metro fuhren wir für umgerechnet 50 Cent zum Bahnhof – hier wollten wir uns noch ein Ticket für den nächsten Nachtzug kaufen nach Chiang Mai – um weiter mit dem Bus, für 20 Cent, quer durch das Zentrum zur Khao San Road zu gelangen. Die Backpackermeile. Ja, hier findest du alles! Und lecker gegessen haben wir. Laab Nya, das typische Gericht aus dem Issaan von Bangkok. Ein Kombi aus Rind, Basilikum, Chili, Paprika  und Minze auf Klebreis. Yummi.

Samstag, 8.10.2016

Tempeljagd! Wir wollten uns ein Bild machen von den Sehenswürdigkeiten die in jedem Reiseführer aufgelistet sind. Wat Phra Kaeo und Royal Grand Palace der touristische Hochpunkt. Es war uns zu viel. Wir wollten weg von diesem riesigen Touristendrang. Das musste weniger sein und da Bangkok über 400 Tempel besitzt haben wir schöne kleine Orte gefunden und haben unseren Tag mit einem Coconut Ice  und einer einstündigen Fußmassage beendet. Der Wahnsinn. Beides!

Nun geht es morgen gegen 22 Uhr auf Richtung Norden. Chiang Mai, die nächstgrößere Stadt Thailands. Wir sind neugierig!

In diesem Sinne:

Wofür auch immer du dich entscheidest, sorg dafür, dass es dich glücklich macht!

Grüße aus Bangkok City, eure Joana

 

 

Veröffentlicht von joanaflorentinahoffmann

„auf der Suche nach dem flow“. Wer auf der Suche ist und was gefunden hat, ist am Ende angelangt, oder? Hat sein Ziel erreicht. Aber was bedeutet das? Ich benutze bewusst das Wort "flow" hinter meinem zweiten Vornamen. Ich verstehe die Suche nach dem flow, als etwas was fließt und sich immer verändern, beginnen und enden darf. Alle Möglichkeiten sind offen. Lasst uns gemeinsam auf der Suche sein. FEEL ME FLOW.

Ein Kommentar zu “SAWAADIE KAA KRUNG THEP

  1. Liebste Joana, es ist so schön auf diese Weise mitreisen zu können. Du machst das großartig! Freue mich auf viele schöne Berichte💖 Der Rucksack dürfte für eure Reise im Nachtzug gepackt sein. 😃 Sende dir Liebe…. Mama

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