CHIANG MAI – die Rose des Nordens

 

713 Kilometer weiter…

-eine aufregende Nacht hinter uns in unserem Nachtzug, sind wir in der Hauptstadt des Nordens angekommen-

vor uns erstreckt sich eine malerische Umgebung. Ein strahlend blauer Himmel, Sonnenschein und kein Smog, keine Autos und weit und breit KEINE schreienden TukTuksfahrer, die einem eine Fahrt verkaufen wollen. Wahnsinn!

Obwohl Chiang Mai sich im letzten Jahrhundert mehr verändert hat als irgendeine andere Stadt in Thailand, da der Verkehr sich vervielfacht hat und überall Hotels, Restaurants und Apartments aus dem Boden schießen, kommt es uns hier vor wie im Paradies. Das Leben ist hier viel ruhiger, viel Natur die zu Spaziergängen einlädt und die Luft noch (einigermaßen) gut. Wie in Bangkok gibt es in erster Linie Tempel zu sehen, und Chiang Mai hat über 300! Nach unserer Ankunft am Bahnhof steckte uns ein Thai einen Prospekt zu für ein Hotel welches in dem alten Stadtteil von Chiang Mai liegen sollte. Da war die Ambivalenz wieder, welche ich im letzten Eintrag schon erwähnt habe. Die grundsätzliche Freundlichkeit und Neugierde der Einheimischen vs. die Welle des Kapitalismus, die das Land erdrückt und die Einheimischen in ein System quetschen will wo es nicht so ganz reinpassen will. Wir entschieden uns dafür, unserem Gefühl zu vertrauen und dem Thai und ließen uns in einem Songthaew zu dem vorgeschlagenen Hotel bringen.

„Welcome to Paradise“ begrüßte mich ein Hotelgast unter einem Palmendach, welches zu unserer Lobby gehörte. Wir waren begeistert! Wir checkten für drei Tage in diesem Paradise ein, durften einen Willkommens-Cocktail genießen und endlich ins kühle Nass. Nach einer ordentlichen Abkühlung im Pool, gingen wir auf die Straßen von Chiang Mai um etwas zu essen. Mit auf der Suche nun Roy, ein Holländer welchen wir im Nachtzug kennengelernt haben. Also nun ein kurzfristiges wildes vierer Gespann!

Am nächsten Tag ging es auf die Jagd der 300 Tempel und ins Studentenviertel von Chiang Mai. Ich wollte gerne in die Chiang Mai Art Gallery die von Studenten organisiert wurde, allerdings wurden wir enttäuscht da große Umbauarbeiten die Gallery zu einer Baustelle verwandelt hatten und nicht zu einem Platz für Kunst. Nach einem leckeren Kiwi-Ingwer Saft hatten Sarah und ich wieder genug Energie und entschieden uns zu Fuß zurück zum Hotel zu laufen im Gegensatz zu unseren Jungs. Die beiden waren nach ihrer Mahlzeit wohl fertig mit der Welt und nahmen ein Songthaew zurück in die Stadt. Und ich durfte wieder einen besonderen Moment auf meiner Reise erleben: Die Studenten hatten Feierabend und strömten in Massen aus der Universität. Ein wildes Getummel von jungen Thais, die laut und lachend die kleinen Stände mit Essen überfielen. „so wie wir, damals nach der Schule“ sagte Sarah zu mir nach ein paar Schritten weiter. Eine schöne Erinnerung!

Am selben Abend sollten wir noch etwas aufregendes erleben. Unsere erste Partynacht in Thailand. Total spontan! Und der absolute Hammer. Ich bin immer noch überrascht von dem außergewöhnlich guten Musikgeschmack und den Tanzkünsten der Thais. Zum Abschluss überraschte uns noch ein ordentliches Gewitter und wir schwimmten mehr mit unserem TukTuk nach Hause, als dass wir fuhren.

Wir beenden unsere Reise in Chiang Mai mit einem Aufenthalt im Dschungel. Eine dreitägige Trekkingtour mit Elephanten und Rafting unter und mit dem Bergvolk. Wir haben keine Tour gebucht die hier überall an jeder Ecke für umgerechnet ca.30 Euro gebucht werden kann, sondern haben eine Agentur gefunden die auf die Gesundheit der Elephanten großen Wert legt sowie die nachhaltige Erhaltung der Umgebung. Hier darf oder sollte man nicht sparen!

Damit wunderbar sonnige Grüße aus Chiang Mai nach Deutschland!

„Es gibt nur zwei Tage im Jahr, an denen man nichts tun kann. Der eine ist gestern, der andere morgen. Dies bedeutet, dass heute der richtige Tag zum Lieben, Glauben und in erster Linie zum Leben ist.“ -Dalai Lama

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Veröffentlicht von joanaflorentinahoffmann

„auf der Suche nach dem flow“. Wer auf der Suche ist und was gefunden hat, ist am Ende angelangt, oder? Hat sein Ziel erreicht. Aber was bedeutet das? Ich benutze bewusst das Wort "flow" hinter meinem zweiten Vornamen. Ich verstehe die Suche nach dem flow, als etwas was fließt und sich immer verändern, beginnen und enden darf. Alle Möglichkeiten sind offen. Lasst uns gemeinsam auf der Suche sein. FEEL ME FLOW.

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